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Fefes Blog

Stand: 20.11.2017 21:02:42

Bei Wikileaks gibt es ja gerade Stunk, weil Trump Jr die Tweets veröffentlicht hat, die Julian ihm geschickt hat. Auf der einen Seite gibt es Stunk, weil sich Don Jr damit nicht ent- sondern eher belastet hat, aber auf der andere Seite ist das auch mal Gelegenheit für eine Abrechnung mit Wikileaks. Hier macht das mal mein Kumpel Rop (auch schon zu Gast bei Alternativlos! ) der damals bei dem Collateral Murder-Video mitgeholfen hatte, weil er an die Sache glaubte. Hier beschreibt er, wie sich sein Blick auf Wikileaks über die Jahre gewandelt hat. Ich kann nicht sagen, dass mich die Tweets von Julian Assange an Don Jr jetzt groß gewundert haben. So ungefähr hätte ich mir das auch ausgemalt. Und ich kann auch menschlich verstehen, wieso Julian Assange lieber mit Donald Trump zusammenarbeiten wollte als mit Hillary Clinton, von der berichtet wurde, sie habe ihre Berater gefragt, wieso "wir den nicht einfach wegdrohnen". Dennoch hat die Organisation Wikileaks dadurch Schaden genommen und ist heute nur noch ein Schatten ihrer selbst. Und Julian Assange ist eher ein Fall für Promi-News, weil ihn Pamela Anderson besucht, als für echte News, weil Wikileaks irgendwas aufgedeckt hat. Schon irgendwie schade. Da hätte echt was wichtiges draus werden können.

Lesetipp: Die Süddeutsche über den neuesten Vorstoß Schwedens für die Gleichberechtigung der Geschlechter. Der Link geht zur Süddeutschen mit ihrem Adblocker-Blocker. Müsst ihr selbst abwägen, ob ihr euch der Malware-Gefahr durch die Werbenetze aussetzen wollt. Inhaltlich geht es darum, dass die Unis in Schweden eine Frauenquote nicht nur für ihr Personal, ihre Studenten und Sekundärliteratur haben, sondern jetzt auch für Primärliteratur. Der Artikel berichtet von einem Seminar über konservative Kritik an den Idealen der bürgerlichen Gesellschaft. Wieviele Frauen kennt ihr, die konservative Kritik an den Idealen der bürgerlichen Gesellschaft geübt haben? Der Dozent hat daher eine innovative Lösung gefunden: Er rechnet einfach Anarchismus dazu. Das ist ja immerhin Kritik an der modernen Gesellschaft, wenn auch nicht konservative, aber hey, wollen wir mal nicht päpstlicher als der Papst sein hier! Hat aber nicht funktioniert. Nachdem die Leitung des politikwissenschaftlichen Instituts die Liste geprüft hatte, bestand sie darauf, es seien Werke der amerikanischen Feministin Judith Butler darin aufzunehmen. Diese hat zwar weder etwas mit Konservativismus zu tun, noch ist sie Anarchistin. Dafür aber ist sie für die von ihr etablierte Kategorie des "sozialen Geschlechts" berühmt - und die bloße Nennung ihres Namens gilt als Ausweis einer geschlechtspolitisch angemessenen Gesinnung. Ihr seht also: Es ist völlig egal, was gesagt wird. Wenn es ein Mann sagt, ist es ein anachronistisches Auslaufmodell und vergiftete Frucht des patriarchalen Baumes der Unterdrückung, und wenn es eine Frau sagt, ist es gut und wichtig und ein güldener Leitfaden der Weisheit für zukünftige Generationen. Die Paradoxie an dieser Brechstangen-"Gleichstellung" ist ja, dass je freier die Gesellschaft wird, desto weniger haben Frauen Bock auf Männerberufe. Je weniger Druck es gibt, Familie und Privatleben einem Beruf beispielsweise im Management zu opfern, wo 80-Stunden-Wochen und Hingabe bis hin zur Aufopferung gefordert werden, desto weniger Frauen machen das. Leuchtet ja auch ein. Wenn man sich das aussuchen darf, machen die Leute das, worauf sie Bock haben. Und auf so Dauerstress haben Frauen weniger Bock, weil für sie andere Faktoren wichtiger sind als Geld in der Tasche. Nur Männer sind so doof, sich bis 50 kaputtzuarbeiten, dann mit 1-2 Millionen auf dem Konto an Herzinfarkt zu sterben und nichts davon zu haben. Der nächste Schritt wird bestimmt noch besser. Wenn man bei der Literatur auch Asiaten und Schwarze gemäß ihrer Anteile an der Weltbevölkerung berücksichtigt. Das kann sicher nicht schaden, um den Horizont zu erweitern. Finde ich jetzt nicht abwegiger als die Frauenquote. Also los, Schweden, macht mal. Das Money Quote aus dem Artikel ist jedenfalls das hier: "Gleichstellung" ist deswegen ohne einen autoritären Staat nicht zu haben. Aber das ist ja auch genau der Wunsch an der Stelle. Der Ruf der Linken nach Autorität. Die Alt Right und die Ctrl Left. Tragisch an der Sache auch:Dabei ist es kein Zufall, dass der Einspruch gegen jene Literaturliste nicht von einer Teilnehmerin des aktuellen Seminars kam, sondern von der Studentenvertreterin in der Institutsleitung. Sie sorgte auch dafür, dass der Name Judith Butler auf die Literaturliste gesetzt wurde

Nochmal ein Detail zu der Kaspersky-NSA-Sache, gefunden bei Heise:Bei der Backdoor handelt es sich Kaspersky zufolge um die Mokes Backdoor, über die Dritte auf den Computer des NSA-Mitarbeiters hätten zugreifen können. Das hätte zum Beispiel passieren können, als die Sicherheitssoftware von Kaspersky auf dem Computer deaktiviert wurde, um eine Microsoft-Office-Version mittels eines Keygen illegal zu aktivieren. Ob so wirklich Dritte auf den Computer zugreifen konnten, ist Kaspersky zufolge jedoch unmöglich festzustellen. Mal abgesehen von dem Comedy-Faktor, dass ein NSA-Mitarbeiter eine Raubkopie von MS Office per Keygen aktivieren will, und dass ausgerechnet Kaspersky bei dem NSA-Mitarbeiter dann eine Backdoor findet, müssen wir doch mal über das Detail reden, dass Kaspersky sehen kann, dass der einen Keygen für Office gestartet hat, während ihre Software ausgeschaltet war. Selbst wenn die Software angeschaltet ist, ? wieso würden die solche Daten überhaupt erheben und dann noch jahrelang speichern, so dass sie jetzt noch einen Report dazu veröffentlichen können?!

Hier hat jemand mal geguckt, ob das Auswirkungen auf die Sterblichkeitsrate hat, wenn das Blut von einer schwangeren Frau kam. In this cohort study that included 31? 118 patients who received red blood cell transfusions, receipt of a transfusion from an ever-pregnant female donor was associated with a statistically significant increase in all-cause mortality among male recipients of red blood cell transfusions (hazard ratio, 1. 13) but not among female recipients (hazard ratio, 0. 99). Wenn man also Männer umbringen will, muss man ihnen Blut einer Frau spritzen, die mal schwanger war. Ich bin ja fasziniert, dass jemand überhaupt dieser Hypothese nachgegangen ist. Die Idee hätte ich nicht gehabt. Nun, äh, aber abgesehen davon ist Geschlecht natürlich bloß ein soziales Konstrukt! 1!!
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